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HEWI Dialog

HEWI Dialog - „Barrierefreie Architektur und Pflege“

Das HEWI Dialogforum auf der Altenpflegemesse fand beim Fachpublikum sehr großen Anklang - was zeigt, wie sehr der demographische Wandel im Fokus des gesellschaftlichen Interesses steht.
An drei Tagen gab es geballte Information auf höchstem Niveau: Ausgewiesene Experten aus Architektur, Hochschule und Pflege waren als Referenten geladen. Insgesamt standen sechs aktuelle und relevante Vorträge rund um das Thema „barrierefreie Architektur und Pflege“ auf dem Programm.

Bei der Komposition des Forums waren drei Aspekte besonders wichtig:
Zum einen wurden die neuen Standards und Hintergründe, in den wesentlichen Parametern Mobilität, Biomechanik, Sonsorik und Kognition, der in Kürze erscheinenden DIN 18040 durchleuchtet.

Ein weiterer Aspekt war die Darstellung neuer zeitgemäßer und innovativer Konzepte für die Architektur. Das veränderte Anspruchsdenken der „jungen Alten“, komfortable Lösungen für den Fall der Pflegebedürftigkeit im eigenen Zuhause, durch angenehme Umgebung zur schnellen Gesundung der Patienten beitragen… diese Themen wurden sehr beispielhaft aufgezeigt.

Der dritte Aspekt machte auf ein Thema aufmerksam, das insbesondere für das Pflegepersonal von hoher Relevanz ist: Die Kinästhetik.

Programm HEWI Dialog

Unsere Referenten mit Ihren Themen
Gerhard Loeschcke
Prof. Dr. Ing. Architekt Gerhard Loeschcke

Das Rätsel der Sphinx - Werden die Tatsachen des Lebens zu Tatsachen des Bauens nach DIN 18040?

Beschreibung der ergonomischen Anforderungen zum Barrierefreien Bauen und ihre Auswirkungen auf die in Kürze erscheinende DIN 18040. Ausgehend von unterschiedlichen physischen Fähigkeiten werden für die Parameter Mobilität, Biomechanik, Sensorik, Kognition durchleuchtet und die neuen Standards in den wesentlichen Parametern und Hintergründen erklärt.

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Eckhard Feddersen
Dipl. Ing. Architekt Eckhard Feddersen

Weiter wohnen - Räume schaffen mit Komfort, Sicherheit und Orientierung

Wir alle wohnen ein Leben lang. Komfort und Sicherheit sind unabhängig vom Alter und die Parameter, die vom Kind bis ins hohe Alter als Maßgaben für ein Zuhause gelten. Selbst wenn sich die gesundheitlichen Bedingungen später verändern werden, sollten Konzeptansätze an den Grundbedürfnissen des Wohnens anknüpfen. Lösungen z. B. für den Fall der Pflegebedürftigkeit können bereits frühzeitig in die Planung integriert werden und im Bedarfsfall ohne große Aufwand genutzt werden.

Weitere Informationen zum Referenten
Ulrike Rau
Dipl. Ing. Architektin Ulrike Rau

SINNvoll - Visuelle und auditive Raumgestaltung nach dem ZWEI-SINNE-PRINZIP

Jede Aktivität und Mobilität im Raum setzt voraus, dass Reize in Kombination der verschiedenen Sinne wahrgenommen, unterschieden und über Assoziations- und Interpretationsvorgänge verwertet werden.
Altersbedingte Seh- und Höreinschränkungen können durch den Einsatz von Licht und Farbe bzw. akustische und taktile Raumgestaltungen gezielt kompensiert werden. Anhand von gebauten Beispielen, mit dem Schwerpunkt auf Wohn- und Pflegebereiche, werden zeitgemäße Lösungen zur Verbesserung der Raumwahrnehmung vorgestellt.

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Christine Nickl-Weller
Prof. Dipl. Ing. Architektin Christine Nickl-Weller

Altenheim Deutschland

Wohnen im Alter
Das neue Selbstbewusstsein der heutigen Generation der „jungen Alten“ führt folgerichtig dazu, sich mit neuen Formen des Wohnens auseinanderzusetzen. Niemals zuvor hat eine Generation mehr in die Absicherung des Alters investiert, woraus auch ein bisher nicht bekanntes Anspruchdenkens entstanden ist. Es ist die Aufgabe der Soziologen, Stadtplaner, Architekten und Investoren neue Wege des Wohnens im Alter aufzuzeigen.

Weitere Informationen zur Referentin
Angela Fritsch
Dipl. Ing. Architektin Angela Fritsch

Zeitgemäße Konzepte in der Patientenpflege

Mit dem Entwurf für den Neubau der Kinderkliniken Prinzessin Margaret erforschte das Büro Angela Fritsch Architekten BDA neue und zeitgemäße Konzepte in der Patientenpflege und konnte sie in der Praxis erproben.

Der Grundsatz, durch angenehme Umgebung der Patienten zur schnellen Gesundung beizutragen wurde im Entwurfsprozess untersucht und in seiner Gesamt- und Detailstruktur umgesetzt. Hierbei spielten neben ungewöhnlicher Raumgestaltung auch speziell angefertigte Spielgeräte, eine kindergerechte Wandgestaltung und Lichtführung eine große Rolle. Das frisch und fröhlich wirkende Gebäude hat inzwischen auch unter funktionalen Aspekten den Praxistest bestanden.

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Edith Stibbe
Bewegungs- und Physiotherapeutin Edith Stibbe

Mit Kinästhetik und Raumgestaltung die Selbstständigkeit fördern

Kinästhetik setzt sich aus den Begriffen Kinesis= Bewegung und Aesthetics= Wahrnehmung zusammen und bedeutet Bewegungswahrnehmung.Kinästhetik wird in Pflege- und Gesundheitseinrichtungen eingesetzt. Die Pflegenden die kinästhetisch arbeiten reduzieren ihre körperliche Belastung und können pflegebedürftigen Menschen ein adäquates Angebot zur Gesundheitsentwicklung geben. So wird die Eigenaktivität des Bewegungsempfängers gefördert und die Anstrengung durch gezieltes Ziehen oder Drücken reduziert. Dazu ist es wichtig, dass äußere Faktoren wie Raum und Einrichtung die Bewegung nicht behindern sondern unterstützen und so die Selbstständigkeit fördern.

Weitere Informationen zum Referenten

Impressionen


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