Verglaste Krankenhaustür mit grünem Rahmen ausgestattet mit HEWI Drückergriff in Signalweiß aus Polyamid

HEWI MAG / Wissen

Barrierefreie Türdrücker

Barrierefreie Gebäude und Räume beginnen an der Tür. Genauer gesagt am Türdrücker. Ist dieser nicht erreichbar oder lässt sich nur schwer bedienen, kann nicht von Barrierefreiheit gesprochen werden. Wir zeigen Ihnen 4 Beschläge für barrierefreie Türen.

Welche DIN-Anforderungen müssen bei barrierefreien Türdrückern beachtet werden?

Laut DIN 18040 ist bei barrierefreien Türdrückern auf die Form, die Bedienhöhe und die Bedienkräfte zu achten. So sollte der Drücker in U-Form gestaltet sein. Dieses verhindert ein unfreiwilliges Einfädeln der Kleidung und durch die abgerundete, ergonomische Form Verletzungen. 

Zu berücksichtigen gilt auch, dass bei Türdrückern die Kraftübertragung als lineare Hand- und Armbewegung erfolgt. Manuell zu betätigende Türen müssen daher mit einem geringen Kraftaufwand zu öffnen und zu schließen sein. Dies entspricht nach DIN EN 12217 für Bedienkräfte- und -momente der Klasse 3 maximal 25 N bei Drehflügeltüren und Schiebetüren. 

Damit auch Rollstuhlnutzende schwere Türen, wie beispielsweise Eingangs- oder Bereichsabschnitttüren, öffnen und schließen können, schreibt die DIN 18040 eine Bedienhöhe von 85 cm vor. Hierdurch wird die Betätigung des Drückers für große Personen, Menschen mit Seheinschränkungen sowie Rollator- und Rollstuhlnutzende unkomfortabel. Eine geeignete Lösung sind Drückergriffe.

  1. Drückergriffe 
  2. Türdrücker mit verlängertem Hebel oder U-Form 
  3. Panikstange 
  4. Barrierefreier Handlauf

1. Drückergriffe

Drückergriffe ermöglichen barrierefreien Greifkomfort in variabler Höhe. Besonders geeignet sind Drückergriffe bei schweren Türen, da zum Öffnen und Schließen nur geringer Kraftaufwand nötig ist. Durch ihre Form ermöglichen sie eine flexible Greifhöhe von 75 bis 120 cm. Auf diese Weise ist der Drückergriff sowohl für große Personen, Menschen mit Seheinschränkungen sowie für Rollator- und Rollstuhlnutzende bedienbar. 

Drückergriffe können an Notausgängen eingesetzt werden, an denen nicht mit einer Paniksituation zu rechnen ist, da die Menschen im Gebäude die Ausgänge kennen (DIN EN 179). Sie empfehlen sich besonders bei schweren Türen, da sich diese mit dem Drückergriff mühelos mit einer Hand öffnen lassen. Drückergriffe von HEWI gibt es in auffallenden Signalfarben: Z.B. Koralle, Apfelgrün, Orange. Sie kennzeichnen Ausgänge und Fluchtwege eindeutig. Weitere Beschlagslösungen für die Kennzeichnung von Fluchtwegen finden Sie unter: kennzeichnung-fluchtwege-beschlaege

2. Türdrücker mit verlängertem Hebel oder U-Form

Ein Türdrücker mit verlängertem Hebel empfiehlt sich besonders für Krankenhäuser und Pflegestationen. Diese Türdrücker sind besonders leicht zu bedienen. Bei einem längeren Hebel muss weniger Kraft zum Öffnen der Tür eingesetzt werden, dies kommt körperlich eingeschränkten Personen entgegen. Aber auch Personal profitiert von diesen Türdrückern, da diese einfach mit dem Ellenbogen zu bedienen sind. Ebenso wie der HEWI Türdrücker 115 in U-Form. Auch er ist ohne Handkontakt zu nutzen und spendet auf diese Weise ein Plus an Hygiene.

HEWI Türdrücker mit runder U-Form in Signalweiß aus Polyamid
Modell 115
intuitive BedienuNG MIT DEM ELLENBOGEN

3. Panikstange

HEWI bietet mit der  Panikstange  eine zuverlässige und dauerhaft funktionierende barrierefreie Beschlaglösung. Sie ist mit minimalem Kraftaufwand intuitiv zu bedienen und erfüllt damit die Anforderungen der DIN EN 1125 für Panikverschlüsse. Durch den aufgedoppelten Griffbereich aus farbigem Polyamid wird die Handhabung visualisiert und auch taktil erfassbar und folgt dem Zwei-Sinne-Prinzip. Durch die Kennzeichnung des optimalen Druckpunktes nach dem Zwei-Sinne-Prinzip erfüllt die Panikstange die Vorgaben der DIN 18040 für barrierefreies Bauen. Die Panikstange ist sowohl im Sitzen als auch im Stehen leicht zu bedienen. 

Leuchtende Alternative ist die Panikstange glow. Sie weist auch im Dunkeln den Weg nach draußen. Die Panikstange glow funktioniert ohne Stromversorgung durch besondere Pigmente, die das Umgebungslicht speichern dann leuchten. Sie erhöhen durch ihre fluoreszierenden Elemente die Sicherheit und Orientierung auf Flucht- und Rettungswegen.  

Die passgenaue Montage ist aufgrund der Teleskopierbarkeit (710 – 1580 mm) der Panikstange besonders einfach. Hierdurch kann die Panikstange leicht an die gewünschte Befestigungsbreite angepasst werden.

4. Barrierefreier Handlauf

Ertastbare Informationen, wie zum Beispiel Angaben zum Stockwerk, helfen Menschen mit Seheinschränkungen, sich im Gebäude zurechtzufinden. Die Informationen sollten sowohl in Braille- als auch in Profilschrift dargestellt werden, da gerade Menschen, die im Alter erst erblinden, häufig das Lesen der Brailleschrift nicht mehr erlernen. In dem Fall überzeugen Handläufe durch zertifizierte Qualität, klare Formsprache und Funktionalität. Das Baukastenprinzip von ENTRO, einem Tochterunternehmen der HEWI Heinrich Wilke GmbH, ermöglicht durch die Kombination von unterschiedlichen Oberflächen und Materialien vielfältige Variationsmöglichkeiten. Alle Produkte sind mit allen HEWI Systemen kombinierbar und ermöglichen so eine konsequente, durchgängige Ausstattung des Objekts. So unterstützen die Handläufe nicht nur die Barrierefreiheit in Räumen und Gebäuden, sondern dienen auch als Kennzeichnung für Fluchtwege und schützen die Wände zudem vor Abreibungen und Stößen und dienen als Stütze beim Gehen.

Informationen zur Planung einer barrierefreien Tür finden Sie in unserem Artikel Barrierefreie Türen – Die wichtigsten Planungstipps im Überblick.

 

INFORMIERT BLEIBEN

Wir stellen regelmäßig innovative Beschläge für unterschiedliche Bereiche im Objekt vor. Bleiben Sie auf dem Laufenden und abonnieren Sie unseren Newsletter.  

 

Weitere Themen