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Wahlleistungsbereiche gestalten: Wie Design Zimmer und Bad verbindet
Ein überzeugendes Wahlleistungszimmer im Krankenhaus entsteht nicht durch eine bloße Ansammlung von Extras, sondern durch ein durchdachtes Gesamtkonzept. Erst wenn Raumgestaltung, Sanitärausstattung und funktionale Details schlüssig aufeinander abgestimmt sind, wird der angestrebte Mehrwert tatsächlich erlebbar.
Im Mittelpunkt dieses Artikels stehen die Anforderungen an moderne Wahlleistungsbereiche. Der Fokus liegt dabei auf den wesentlichen Schnittstellen im Planungsprozess: den Übergängen zwischen Zimmer und Bad, stimmigen Farbkonzepten sowie dem gezielten Einsatz von Materialien. Daraus ergeben sich praxisnahe Ansätze, wie sich eine gestalterische Linie bis ins Detail umsetzen lässt – für Räume, die hohen Komfort und Funktion verbinden.
Der Sanitärbereich als Kernstück des Wahlleistungszimmers
Die Wahlleistung Unterkunft kann gegenüber der Regelunterbringung zu mehr Wohlbefinden beitragen. Je nach Angebot zeigt sich das in der Belegung im Ein- oder Zweibettzimmer, in einer höherwertigen Ausstattung oder in ergänzenden Serviceleistungen.
Der Sanitärbereich spielt dabei eine Schlüsselrolle. Er ist kein nebensächlicher Funktionsraum, sondern ein eigenständiges Komfortmerkmal. Das Bad muss deshalb von der ersten Skizze an als gleichwertiger Bestandteil des Wahlleistungszimmers geplant werden. Erst wenn die jeweiligen Anforderungen an Barrierefreiheit, Ausstattungsqualität und Raumwirkung dort ineinandergreifen, löst das Zimmer seinen Qualitätsanspruch im Klinikalltag ein.
Den Wahlleistungsbereich als Ganzes planen
Die Planung von Zimmer und Bad erfordert die Abstimmung unterschiedlicher Gewerke und Teilleistungen. Dabei gilt es, beide Bereiche gestalterisch als Einheit zu betrachten und an der Türschwelle einen stimmigen Übergang zu schaffen.
Im Sanitärbereich gelten allerdings spezifische Kriterien für Pflege und Hygiene. Die Anforderungen an die Planung und Ausstattung von Krankenhausbädern bilden dafür den Rahmen. Gelungene Innenarchitektur greift diese Vorgaben auf und schafft über Formensprache, Farbe und Material eine gestalterische Verbindung zum Zimmer.
Das Potenzial der Farbgestaltung im Krankenhaus
Farbe ist im Wahlleistungszimmer weit mehr als Dekoration, denn sie beeinflusst die Raumatmosphäre maßgeblich. Das gelingt vor allem über ein stimmiges Gesamtbild: Eine dezent gehaltene Basis kann Ruhe vermitteln, während gezielt eingesetzte Kontraste das Design hervorheben oder die Erkennbarkeit wichtiger Funktionen unterstützen. Hochwertige Ausstattungselemente werden so zu bewussten Akzenten oder fügen sich fein integriert in die Architektur ein.
Isoliert betrachtet lässt sich Farbe ohnehin kaum beurteilen, weil Materialität, Glanzgrad und Beleuchtung ihre Wirkung im Raum verändern. Die Ausstattung sollte deshalb von Beginn an im Zusammenspiel mit Wand- und Bodenflächen geplant werden. Wie sich solche Entwürfe harmonisch umsetzen lassen, verdeutlicht unser Beitrag zu Farbkonzepten in der Architektur.
Farbgestaltung wird so zu einem wirksamen Baustein der Healing Architecture, die das Wohlbefinden der PatientInnen in den Mittelpunkt rückt. Damit dieses Konzept den Raum wirklich trägt, braucht die visuelle Ebene allerdings eine haptische Ergänzung, da häufig berührte Details nicht nur gesehen, sondern auch unmittelbar erlebt werden.


Die Wirkung eines Raums beginnt bei dem eingesetzten Material
Im Wahlleistungsbereich ist Edelstahl ein bewährter Werkstoff. Er überzeugt durch seine metallische Präzision, eine pflegeleichte Oberfläche und eine zeitlose Ästhetik. Eine durchdachte Innenarchitektur im Krankenhaus muss sich jedoch nicht darauf beschränken, sondern kann auch andere Materialien nutzen, um gezielt neue Qualitäten in das Konzept einzubringen.
Eine Alternative dazu bietet Polyamid, das ganz eigene Vorzüge mitbringt. Das Material weist gegenüber Metall eine geringere Wärmeleitfähigkeit auf und wird bei Berührung deshalb meist weniger kühl wahrgenommen. Das kann den haptischen Komfort im Alltag erhöhen. Zudem eröffnet die glatte, hochglänzende Oberfläche in Verbindung mit einer breiten Farbpalette kreativen Spielraum bei der Raumgestaltung. Zugleich erleichtert sie durch ihre pflegeleichte Beschaffenheit die regelmäßige Reinigung.
Polyamid ist somit kein bloßer Ersatz für Metall, sondern ein eigenständiges Gestaltungselement. Es erlaubt, farbliche Akzente und funktionale Anforderungen miteinander zu verbinden.
System 700: Die Antwort auf den hohen Planungsanspruch
Wie sich dieser Anspruch im Sanitärraum konsequent umsetzen lässt, macht System 700 greifbar. Die klare Formensprache und die Orientierung an den Prinzipien des Universal Design führen die Ausstattung von Waschtisch, WC und Dusche funktional und ästhetisch zusammen. Mit den Premiumfarben Brombeere und Matchagrün lassen sich dabei ausdrucksstarke Akzente setzen.
Daran kann die Gestaltung des Zimmers anknüpfen: Greifen etwa Wandflächen oder Polsterbezüge diese Farbtöne auf, entsteht eine harmonische Verbindung zum Bad. Auch Materialien und Formen tragen dazu bei. Hochglänzendes Polyamid setzt einen Kontrast zu matten Möbelfronten und textilen Bezügen, der sowohl sichtbar als auch bei Berührung spürbar wird. Nehmen Möbel und Details zudem die Konturen der Sanitärausstattung auf, zieht sich eine gemeinsame Formensprache durch beide Bereiche.
Entdecken Sie die vielfältigen Möglichkeiten auf der Systemseite zu S 700 oder direkt im Onlinekatalog.

Ein Konzept, das Entscheidungen trägt
Ein gestalterisches Konzept bewährt sich, wenn es nicht nur die gewünschte Atmosphäre beschreibt, sondern auch Ausstattungsentscheidungen trägt. Bevor Produkte festgelegt werden, sollte deshalb klar sein, welche Regeln den Entwurf zusammenhalten und wo bewusster Spielraum besteht. Vier Fragen helfen bei dieser Einordnung:
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- Gestaltungslinie: Welche gemeinsame Form-, Farb- oder Materialregel verbindet Zimmer und Sanitärbereich?
- Funktionale Integration: Welche unterstützenden Produkte müssen diese Regel sichtbar fortführen?
- Wirkung im Raum: Wie verändert sich die gewählte Zusammenstellung unter den tatsächlichen Lichtbedingungen und mit unterschiedlichen Glanzgraden?
- Beständigkeit im Betrieb: Bleibt die gewählte Ordnung auch bei regelmäßiger Reinigung, dem Austausch einzelner Komponenten und späteren Ergänzungen erhalten?
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Diese Fragen ersetzen weder die planerische Abwägung noch die projektspezifischen Anforderungen. Sie zeigen jedoch auf, ob sich die räumliche Idee in belastbare Entscheidungen übertragen lässt und gegenüber Bauherrschaft und Betreiberseite nachvollziehbar bleibt.
Der HEWI Planungsservice unterstützt ArchitektInnen und PlanerInnen gerne bei der Auswahl und Bemusterung passender Produkte, bei technischen Fragen und in der Ausschreibung. So lässt sich die gestalterische Linie eines Projekts auch in der weiteren Planung verlässlich fortführen.
Autoreninfo: HEWI – Expertise im barrierefreien Produktdesign
Seit der Gründung im Jahr 1929 hat sich HEWI zu einem Systemanbieter für ganzheitliche Lösungen in den Bereichen Baubeschlag, Sanitär-Accessoires und barrierefreie Produkte entwickelt. Mit über 95 Jahren Erfahrung hat sich das Unternehmen zu einem etablierten Anbieter im Bereich Barrierefreiheit entwickelt und ist bekannt für Kompetenz im Systemdesign. Im Sinne des Universal Designs stellt HEWI die individuellen Bedürfnisse der Menschen in den Mittelpunkt.
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