HEWI Mag / Referenzen
Konsequent schön
HEWI komplettiert klare Gestaltungslinie im preisgekrönten Industrie- und Verwaltungsbau – von der Tür bis zum Sanitärraum.
Auch in funktional geprägten Industriegebieten entstehen immer wieder Gebäude, die durch ihre architektonische Qualität hervorstechen. Am nördlichen Ortsrand der Gemeinde Dunningen fügt sich so ein gelungenes Industriegebäude ruhig und ausdrucksstark zwischen Bundesstraße und offene Landschaft ein. Das Architekturbüro RÖING GENANNT NÖLKE Architekten PartGmbB hat das Gebäude entworfen. Teil des von einer einzigartigen gestalterischen Konsequenz geprägten Konzepts ist die Komplettausstattung mit Produkten von HEWI.
Ohne jede Schwere
800 der insgesamt 4800 qm Nutzfläche entfallen auf die Verwaltung. Sie liegt am Kopf des Gebäudes, zweigeschossig, und angelegt rund um einen grünen, parkartigen Innenhof mit hoher Aufenthaltsqualität. Die restlichen 4000 Quadratmeter werden für Produktion und Lagerflächen benötigt. Dabei ist die direkt an den Verwaltungsbau anschließende, langgestreckte Halle zweischiffig aufgebaut. Schlanke Stahlbetonstützen tragen das filigrane Tragwerk aus Stahl.
Drei Sheddächer mit Oberlichtern rhythmisieren das Gebäude. Am Lieferbereich ganz am Ende des Baus kragt das Dach weit aus – es schützt vor Wind und Wetter und gibt dem Bau eine leichte, schwebende Anmutung. Die sauber gefügte und hochwertig verarbeitete Metallfassade schimmert mit einem feinen, alusilbrigen Glanz. Sie wirkt durch den zarten Schimmer leicht, denn sie geht mit den natürlichen Lichtverhältnissen ein harmonisches Miteinander ein. Das nimmt dem Volumen des Baukörpers jede Schwere. Gleichzeitig steht die Fassade für Genauigkeit und Können – und zeigt auf den ersten Blick, worum es im Innern geht: Um hochpräzise und komplexe Metallverarbeitung.


Außen und innen klar lesbar
Die unterschiedlichen Nutzungen im Inneren sind von außen direkt ablesbar. Während die Produktionshalle von einer Haut aus tief vor- und zurückspringendem Stahl-Trapezblech mit horizontaler Schichtung umhüllt wird und fast textil wirkt, setzt die Verwaltung dazu einen deutlichen Kontrast. Mit Aluminiumplatten verkleidet, erscheint sie glatt und ruhig, der damit ausgestaltete Gebäudeabschnitt eher monolithisch.
Im Inneren haben die Architekten klare Gestaltungsprinzipien völlig durchgängig implementiert. So strahlt die gesamte Produktionshalle in einem fast sakral wirkenden Weiß. „Wir haben sogar den Lastenkran weiß lackieren lassen“ erzählt Architektin Prof. Alexandra Röing genannt Nölke, und führt fort: „Ganz bewusst haben wir uns gegen die unruhige Optik entschieden, die man üblicherweise in Werkstätten und Produktionshallen vorfindet.“ Klarheit schaffen auch die übrigen Farben und Materialien. Weiß prägt die Produktion, Sichtbetonflächen und schwarze Elemente geben dem Verwaltungstrakt ein einheitliches, zurückhaltend-elegantes Gesicht.



Durchgängigkeit und Stringenz bis ins Detail
Für die Ausstattung des Gebäudes wollten die Architekten gerne mit der gleichen Durchgängigkeit und Stringenz arbeiten, wie beim gesamten Bau. HEWI bot ihnen dafür das passende Produktsortiment, das sich sowohl für den Office-Bereich als auch für die Produktionshalle eignete. „Die einheitliche, ästhetische Formensprache der Produkte hat uns überzeugt“, berichtet Alexandra Röing genannt Nölke. „Auch, dass HEWI in Deutschland produziert, war für uns ein Argument, uns genauer mit dem Produktsortiment zu befassen.“ Vorgefunden hat die Architektin eine überzeugende Vielfalt, die neben den Türdrückern und Fenstergriffen mit ihrer ikonischen Optik auch ein vollständiges Sortiment an Sanitär-Accessoires bot. Und das in Qualitäten, die sowohl die Robustheit mitbrachten, um in der Produktion eingesetzt zu werden, als auch die Eleganz, um im Verwaltungsbau ihre Wirkung zu entfalten. Die Entscheidung, ausschließlich Produkte von HEWI einzusetzen, war schnell getroffen.
Konkret sind das der HEWI Klassiker S 111, das System 900 mit Produkten für Sanitärräume, und S 162 mit seinem geradlinigen, puristischen Design. Die Werkshalle und die dazugehörigen Produktionsbereiche haben die Planenden durchgängig mit Produkten in Edelstahl matt geschliffen ausgestattet. Im Verwaltungsbau kommen ausschließlich tiefschwarz matte Ausführungen zum Einsatz, darunter pulverbeschichtete Produkte und Türbeschläge aus robustem Polyamid.


Technik und Gestaltung zusammen gedacht
Besonderes Augenmerk haben Architekturbüro und Bauherrschaft auch auf eine hocheffiziente thermische Gebäudehülle und eine energiesparende Gebäudetechnik gelegt. So nutzt der Bau beispielsweise vorhandene Wärme klug und unterschreitet sogar die Anforderungen eines KfW-40-Effizienshauses. Durch „Peak-Shaving“ – das Abpuffern von Stromspitzen durch Photovoltaik und Stromspeicher – kann ein nennenswerter Anteil des Eigenenergiebedarfs gewonnen und direkt für den Produktions- und Verwaltungsbereich genutzt werden.
„Die Mitarbeitenden sind stolz auf ihre neue Arbeitsumgebung und Kunden, die das Unternehmen besuchen, begeistern sich für die ästhetische, schöne Willkommensatmosphäre beim Betreten des Gebäudes“, freut sich Alexandra Röing genannt Nölke. Nicht umsonst wurde der Bau unter anderem best architects Gewinner, hat einen HUGO HÄRING Preis erhalten und wurde beim Industriebaupreis mit einer Anerkennung bedacht.


Detailangaben
Projekt
Neubau Produktions- und Verwaltungsgebäude, Dunningen
Nutzfläche
ca. 4.800 m²
Architekten
RÖING GENANNT NÖLKE ARCHITEKTEN PartGmbB, Münster/Lüdinghausen
Bauherr
Trautwein Präzisionsdrehteile GmbH
HEWI Produkte
-
System 900
(WC-Papierhalter, WC-Bürstengarnitur, Desinfektions- und Seifenspender, Seifenspender manuell, Sensoric Desinfektionsmittelspender, Papierhandtuchspender, Papierabfallbehälter, Abfallbehälter, Hygienebeutelspender, Stützklappgriffe) - System 162
(Fenstergriffe, Rahmenschutzbeschläge, Feuerschutzgarnituren, Reservepapierhalter, Doppelhaken, Einzelhaken) - System 111
Fertigstellung
Fotos
2021
Jürgen Pollak
Auszeichnungen
best architects 25, Gewinner; HUGO HÄRING Preis 2023/ 2024, Auszeichnung; Industriebaupreis 2022,
Anerkennung; BAUWELT PREIS 2023 „Das Erste Haus“, engere Wahl