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Museum für Architekturzeichnung, Berlin

Die äußere Gestaltung des Museums nimmt Bezug auf die Nutzung: Die Fassade erinnert an Pergament und die Anordnung der Geschosse an übereinander gestapelte Schubladen in denen Zeichnungen aufbewahrt werden.

Die zeichnerische Fähigkeit des Architekten ist immer weniger von Bedeutung im Zeitalter digitaler Entwurfsprozesse. Architektur und Zeichenkunst sind trotzdem weiterhin eng miteinander verknüpft –herausragende Architekten sind oft auch gute Zeichner.In einer für Deutschland einmaligen Sammlung werden Handzeichnungen aus dem Genre der Architekturdarstellung in einem Berliner Museum ausgestellt. Der Kurator der Sammlung hat es sich zur Aufgabe gemacht Architekturzeichnungen als Kunstform der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Die in Moskau ansässigen SPEECH Tchoban & Kuznetsov Architekten entwarfen das Ausstellungsgebäude. Bauherr und Museumsstifter ist der in Moskau und Berlin lebende Architekt und Zeichner Sergei Tchoban.

Mit jedem Standortwechsel entsteht für den Betrachter ein neues Bild des Gebäudes – die Geschosse wirken wie lose übereinander gestapelte Quader, die sich zum Teil über die Fassadenebene hinausschieben und in sich gedreht sind. Das Gebäude ist in Massivbauweise aus gefärbtem Beton errichtet.

Die gelblich-graue Farbe verweist auf Pergament als Trägermaterial für Zeichnungen. Reliefs heben die einzelnen Ebenen des Quaderbaus deutlich voneinander ab. Die Abdrücke in der Außenfassade sind als Reminiszenz an die Zeichnungen zu verstehen. Die oberste Etage ist als verglastes Staffelgeschoss ausgebildet und verfügt über eine Dachterrasse. Das Gebäude soll die Assoziation von Schubladen hervorrufen, in denen die Architekturzeichnungen aufbewahrt werden.

Die durchdachte Gestaltung setzt sich bis ins Innere des Museums fort. Optimale Bedingungen für die empfindlichen Exponate werden durch spezielle Ausleuchtung, fehlendes Tageslicht und eine ausgefeilte Haustechnik geschaffen. Die hochwertige, zurückhaltende Ausstattung der Innenräume unterstreicht die anspruchsvolle Architektur. In den Sanitärräumen wurden von HEWI weiße Accessoires kombiniert mit Chromelementen eingesetzt. Im barrierefreien WC wurde ebenfalls viel Wert auf eine hochwertige Gestaltung gelegt. Die Stützklappgriffe sind beispielsweise verchromt und fügen sich so vollkommen in das Ambiente ein.

Detailangaben

Objekttyp

Museum

Fotos

HEWI

Standort

Berlin

Architekt

nps tchopan voss GbR

Fertigstellung

2013

Bauherr

Museum für Architekturzeichnung

Verwendete Produkte

 

Produktinspiration

Waschtische

Spiegel

Hocker

Armaturen

Weitere Themen